Versandkostenfrei ab €100,-

Es gibt Kleidungsstücke, die haben eine ziemlich klare Saison. Der dicke Wollpullover gehört in den Winter, das Leinenshirt in den Sommer und die Strickjacke?

Die wartet auf diese ungefähr drei Tage im Jahr, an denen es morgens 8 Grad hat, mittags 23 und man abends wieder irgendwo sitzt und sich fragt, warum man die Jacke natürlich genau heute zuhause gelassen hat.

Willkommen in der Übergangszeit! Wobei man fairerweise sagen muss: Diese Übergangszeit hat sich in den vergangenen Jahren ganz schön breitgemacht.

Frühling und Herbst fühlen sich mittlerweile oft eher wie eine sehr lange Mischform aus „ein bisschen zu frisch“ und „plötzlich viel zu warm“ an.

Dass die Klimaerwärmung dahinter alles andere als erfreulich ist, ist natürlich klar. Wir hätten sehr gerne wieder etwas eindeutigere Jahreszeiten, normale Temperaturen und ein Klima, das nicht ständig neue Rekorde aufstellt.

Aber wenn wir uns schon mit diesem ganzen Wahnsinn herumschlagen müssen, dürfen wir als Strickerinnen zumindest ganz leise feststellen: Für unsere Strickjacken ist das leider ziemlich praktisch.

Denn während früher gefühlt viel zu früh der Wintermantel aus dem Schrank gezogen werden musste, gibt es inzwischen gefühlt wochenlang genau dieses Wetter, bei dem man morgens eine Jacke braucht, mittags keine und ab 17 Uhr wieder ganz dringend eine.

Und genau hier kommen unsere Strickjacken ins Spiel. Sie sind warm, aber nicht zu warm. Man kann sie aufmachen, zumachen, überwerfen, ausziehen, wieder anziehen und im Laufe eines Tages ungefähr fünfmal die Meinung darüber ändern, ob man sie gerade braucht oder eben nicht.

Natürlich würde theoretisch eine einzige gute Übergangsjacke reichen. Theoretisch. Praktisch wissen wir natürlich alle, dass das kompletter Blödsinn ist.

Man braucht schließlich eine dünne für die wärmeren Tage. Eine etwas dickere für morgens. Eine kurze, die man über Kleider tragen kann. Eine längere für Hosen. Eine in einer neutralen Farbe, die wirklich zu allem passt. Und dann selbstverständlich noch diese eine Jacke, die man eigentlich gar nicht gesucht hat, aber zufällig gesehen hat und die jetzt ganz eindeutig noch fehlt.

Das ist keine Kauflust. Das ist Wettervorsorge. Und genau das macht Strickjacken so angenehm: Man kann sich bei Material, Schnitt und Dicke ziemlich austoben.

Leichte Garne funktionieren wunderbar für milde Tage, flauschigere Varianten für morgens und abends und sobald die Temperaturen doch einmal kurz so tun, als wäre wirklich Herbst, darf es natürlich auch etwas kuscheliger sein.

Ein weiterer kleiner Vorteil der immer länger werdenden Strickjackensaison: Unsere Projekte haben mehr Zeit, tatsächlich fertig zu werden.

Wer im September eine Jacke anschlägt, muss inzwischen nicht mehr sofort nervös rechnen, ob sich das vor dem Winter überhaupt noch ausgeht. Mit etwas „Glück“ ist im November nämlich immer noch Strickjackenwetter.

Ob wir das nun wirklich als Vorteil verbuchen wollen, lassen wir einmal dahingestellt.

Fürs Klima wären uns etwas normalere Jahreszeiten definitiv lieber. Für unseren Kleiderschrank bedeutet dieses ewige Dazwischen allerdings: ziemlich viel Strickjackenzeit.

Und weil wir euch natürlich nicht erst von Strickjacken vorschwärmen und euch dann völlig orientierungslos in die große, weite Welt der Cardigans entlassen wollen, haben wir vorsorglich schon einmal ein bisschen Arbeit übernommen.

Wir haben nämlich die eine oder andere besonders schöne Strickjacke direkt als Strickkit in unserem Onlineshop angelegt. Damit ihr nicht erst stundenlang Anleitungen, Garne und Farben zusammensuchen müsst, sondern euch ganz entspannt dem wirklich wichtigen Teil widmen könnt: Welche Jacke wird als Nächstes angeschlagen?

Im letzten Artikel haben wir uns das Highlight noch bis ganz zum Schluss aufgehoben. Heute machen wir es einfach einmal anders und starten direkt damit.

Die Rede ist von der Teddy Bomber Jacket von Sus Gepard.

Die gemütliche Oversize-Jacke ist von einem klassischen kurzen Pelzmantel inspiriert und bekommt durch das wunderbar weiche, flauschige Teddy-Dear-Garn genau diesen Look. Nur eben selbst gestrickt und deutlich sympathischer.

Gestrickt wird die Jacke nahtlos von oben nach unten, komplett kraus rechts und ganz ohne aufwendige Ausarbeitung. Also eigentlich ziemlich viel Wirkung für erstaunlich wenig Drama.

Wer es ein bisschen klassischer mag oder bei der Teddy Bomber Jacket innerlich schon leicht ins Schwitzen gekommen ist, für den haben wir natürlich auch noch ein paar andere Kandidatinnen in petto.

Denn Strickjacke ist ja zum Glück nicht gleich Strickjacke. Wir möchten euch deshalb noch drei Modelle zeigen, die bei uns aktuell ganz weit oben auf der Übergangsjacken-Liste stehen: die Kaja Jacket von Sandnes Garn, die Jilly Jacket von Anne Ventzel und natürlich den Honey Cocoon von Anne Ventzel.

Letzterer ist bei euch Strickerinnen übrigens schon längst kein Geheimtipp mehr, sondern ein echter Dauerbrenner. Und ganz ehrlich: Wenn ein Modell immer wieder auf den Nadeln landet, muss ja irgendwas dran sein.

Drei ziemlich unterschiedliche Jacken also, aber alle mit sehr guten Argumenten dafür, warum man eben doch noch eine weitere Strickjacke braucht. Oder halt will.

Bei den nächsten drei Modellen würden wir am liebsten ohnehin wieder alles gleichzeitig anschlagen: den Flow Loop Cardigan von Other Loops, den Lucy Wrap von PetiteKnit und den Caia Cardigan von Le Knit.

Aber nachdem wir vorhin schon beim Thema Klimawandel waren, wollen wir an dieser Stelle zumindest so tun, als hätten wir uns im Griff.

Denn auch wenn man beim Stricken nun wirklich nur schwer von Fast Fashion sprechen kann, muss man es mit dem Wollkauf ja trotzdem nicht völlig übertreiben.

Vielleicht stricken wir also erst einmal ein Projekt fertig. Und mit fertig meinen wir diesmal wirklich fertig. Also inklusive Fäden vernähen und so. Wer unseren letzten Beitrag gelesen hat, weiß, wovon wir sprechen.

Weiter geht’s mit dem Flow Loop Scarf von Other Loops.

Wobei wir ehrlich zugeben müssen: Die Anleitung war eigentlich schon gekauft, als wir nur das Cashmere in der Farbe Brunnera Blue gesehen haben. Viel Überzeugungsarbeit war da also nicht mehr notwendig.

Bei Tüchern und Schals werden wir nämlich erstaunlich schnell schwach. Was man vielleicht auch daran merkt, dass wir bei unserer eigentlich sehr konzentrierten Jackenrecherche plötzlich komplett vom Thema abgekommen sind, sobald uns dieses Tüchlein unter die Augen gekommen ist.

Und wenn wir schon einmal abgeschweift sind, können wir euch dieses kleine Highlight eigentlich auch gleich noch zeigen: den Ruffle Truffle von Knitzi Fritzi.

Gefunden hat das Design unsere Ladenelfe Moni. Sie hat bei solchen Dingen halt einfach eine kleine Trüffelspürnase.

Das Tüchlein schlägt momentan ziemlich große Wellen und man sieht es gerade auf erstaunlich vielen Nadeln. Ähnliche Varianten gab es bereits von anderen Designerinnen, uns gefällt die modifizierte Version von Knitzi Fritzi aber einfach am besten.

Ach so, ja. Eigentlich wollten wir über Jacken schreiben. Aber schaut euch die beiden Strickkits halt einfach mal an. Okay, genug abgeschweift. Zurück zu den Jacken.

Obwohl, wartet. Den Flow Loop V Neck dürfen wir euch eigentlich auch auf gar keinen Fall unterschlagen.

Jetzt aber wirklich zurück zu den Jacken. Versprochen.

Zwei haben wir nämlich noch für euch: den Lia Cardigan von Sandnes Garn und den Chantal Collar Cardigan von Moreca Knit. Und also … dieser Chantal Collar Cardigan in diesem wunderschönen Gelb ist doch wohl eine absolute Frechheit, oder?

Wir können jedenfalls kaum noch wegschauen. Ihr glaubt jetzt vielleicht, wir übertreiben komplett. Tun wir aber nicht. Manche Strickstücke sind einfach schön. Und manche schauen einen so lange an, bis man irgendwann kapituliert und einfach akzeptiert, dass man offenbar ein neues Projekt hat.

Und zum Abschluss haben wir noch etwas, wofür uns die einen wahrscheinlich hassen und die anderen lieben werden. Sabine kommt sich gerade ein bisschen vor wie bei Ö3, wenn zum ersten Mal wieder Last Christmas läuft. Die einen verdrehen die Augen, die anderen freuen sich komplett.

Sabine gehört ganz eindeutig zur zweiten Gruppe.

Musik mit Weihnachtsstimmung und weihnachtliche Strickereien könnte sie nämlich problemlos das ganze Jahr haben. Das erklärt vielleicht auch ihre ausgeprägte Sommerantipathie. Wir vermuten ja langsam, dass sie in einem früheren Leben ein Weihnachtswichtel war.

Wie könnte es also anders sein: Hier ist der Kristtjorn Christmas Sweater von Hanne Rimmen.

Ja, wir wissen, es ist noch früh. Aber irgendwer muss ja anfangen.

Damit entlassen wir euch nun ins Strickwochenende und hoffen, dass wir die Weihnachtsmuffel unter euch nicht so sehr verärgert haben, dass ihr in zwei Wochen aus Prinzip unseren nächsten Beitrag boykottiert.

Naja, wie auch immer. Wir wünschen euch viel Erfolg bei euren Strickprojekten und bis in 14 Tagen.

Schreibe einen Kommentar

Schließen
Warenkorb (0)

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb. Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.