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Wie ihr vielleicht wisst, würden wir ja wirklich alles für unsere Kundinnen und Kunden tun. Also zumindest alles, was in unserer Macht steht. Wir suchen Garnalternativen, vergleichen Farben, rechnen Mengen nach und fahren im Notfall auch an einem freien Tag extra ins Lager.

Letzteres war diesmal nämlich nötig. Aber von Anfang an.

Wir haben auf eine Lieferung unseres Lieferanten gewartet, damit wir die bestellte Wolle so schnell wie möglich an unsere Kundin weiterschicken können. Sie brauchte das Garn für ein Strickwochenende mit ihren Freundinnen und wollte dort natürlich nicht mit irgendeinem alten Projekt auftauchen, sondern mit ihrer neuen Wolle. Vollkommen verständlich.

Wenn man nämlich schon ein ganzes Wochenende mit anderen Strickerinnen verbringt, möchte man schließlich auch Wolle dabei haben, die man möglichst beiläufig aus der Tasche ziehen und ein kleines bisschen damit angeben kann. Nur leider hatte unsere Lieferung offenbar andere Pläne.

Laut Sendungsverfolgung war sie zwar unterwegs, ist aber ungefähr drei Tage irgendwo im Kreis gefahren. Gleichzeitig hatten wir einen neuen Paketfahrer, der entweder an unserem Lager vorbeigefahren ist oder erst überhaupt nicht gekommen ist. So ganz genau wissen wir das leider bis heute noch nicht.

Voller Verzweiflung ist Sabine jedenfalls an ihrem Urlaubstag extra ins Lager gefahren und hat bis Büroschluss auf die Lieferung gewartet. Caroline die Chefin vom Versand ist am nächsten Tag ebenfalls noch einmal hingefahren. Wir haben kontrolliert, nachgefragt, gewartet und vermutlich auch das eine oder andere weniger freundliche Wort über diese Lieferung verloren.

Es hat alles nichts gebracht. Die Scheißlieferung ist einfach nicht gekommen – entschuldigt unsere Sprache.

Und weil wir ohne die Lieferung natürlich auch nichts an die Kundin weiterschicken konnten, musste sie schließlich ohne ihre neue Wolle zum Strickwochenende fahren und hat stattdessen Sockenwolle eingepackt.

Und das ist schon ein kleiner Supergau für jeden Stricknerd. Man hat sich auf ein neues, aufregendes Projekt eingestellt und sitzt dann wieder mit einem Sockenbündchen da. Zwei rechts, zwei links. Langweilig.

Versteht uns nicht falsch, wir haben überhaupt nichts gegen Socken. Socken sind praktisch, Socken braucht man immer und Sockenwolle hat man meistens irgendwo herumliegen. Aber ganz ehrlich: Niemand plant wochenlang den großen Auftritt beim Strickwochenende und denkt sich dabei: Hoffentlich sind alle von meiner neuen Ferse beeindruckt.

Trotzdem hat uns diese Geschichte wieder einmal gezeigt: Sockenwolle sollte man immer zu Hause haben!

Sie ist vielleicht nicht immer das Projekt, auf das man sich am meisten freut. Aber sie ist da. Sie braucht nicht besonders viel Platz, keine lange Vorbereitung und meistens auch keine komplizierten Entscheidungen. Ein Knäuel, die passenden Nadeln und los geht’s.

Sockenwolle ist irgendwie ein bisschen wie die Freundin, die man auch noch spät am Abend anrufen kann, wenn alles schiefgegangen ist. Vielleicht war sie nicht der ursprüngliche Plan, aber sie ist verlässlich da, wenn man sie braucht.

In diesem Sinne schicken wir statt der ersehnten Wolle zumindest ganz liebe Grüße zum Strickwochenende nach Salzburg und hoffen natürlich sehr, dass die nächste Lieferung einfach ganz normal bei uns ankommt. Ohne dreitägige Rundreise, ohne Paketfahrer-Rätsel und ohne zusätzliche Ausflüge ins Lager am freien Tag.

Bis dahin bleibt aber eine sehr wichtige Erkenntnis: Socken gehen immer. Oder manchmal müssen sie einfach gehen.

Und deshalb starten wir heute, wie sollte es auch anders sein, mit richtig schöner Sockenwolle in unsere Strickinspirationen.

Passenderweise haben wir neue Farben der Vintage Socks von Lana Grossa bekommen. Ein hochwertiges Sockengarn mit Merinowolle und schönem Ton-in-Ton-Effekt, das die gute alte Sockenwolle dann vielleicht doch noch schnell vom Notfallprojekt zum neuen Lieblingsprojekt machen kann.

Wer es beim Thema Socken ein bisschen sommerlicher mag, könnte zur Landlust von Lana Grossa greifen. Und ganz ehrlich: Wenn man beim Strickwochenende mit einer Sockenwolle mit Seidenanteil ankommt, darf man damit dann schon auch ein kleines bisschen angeben.

Natürlich ist der Polyamidanteil bei Sockengarnen immer so ein kleiner Schmerzpunkt. Man versteht zwar, warum er drin ist, aber trotzdem wäre es doch ganz schön, Socken auch einmal komplett ohne Kunstfaser stricken zu können, oder?

Genau dafür gibt es die Woolycell von Lana Grossa. Ein hochwertiges Sockengarn aus Merinowolle und Lyocell, ganz ohne Polyamid. Lyocell, auch Tencel genannt, ist übrigens eine industriell hergestellte Zellulosefaser aus Holz. Sie ist atmungsaktiv und biologisch abbaubar. Für alle, die das bisher noch nicht wussten und jetzt beim nächsten Strickwochenende mit neuem Wissen angeben möchten.

So, liebe Leute, wir glauben, wir haben jetzt wirklich ein ausführliches Statement pro Socken gesetzt. Damit reicht es jetzt dann aber auch wieder.

Natürlich waren wir in den letzten zwei Wochen nicht ausschließlich damit beschäftigt, Detektivarbeit in Sachen Wolllieferung zu betreiben. Wir haben nebenbei natürlich auch noch das eine oder andere neue Strickkit für euch angelegt.

My Dotline Top I Norgardknitters

Das My Dotline Top ist ein feminines Sommertop mit U-Boot-Ausschnitt und kleinen Noppen, die wie Perlen an einer Schnur aussehen. Daher kommt, wenig überraschend, auch der Name “Dotline”. Das Top ist figurbetont geschnitten und sitzt besonders schön an den Armausschnitten, was bei ärmellosen Tops ja bekanntlich auch nicht ganz unwichtig ist.

Tuen Sweater I Marianne Isager

Überhaupt nicht sommerlich, aber wie wir Sabine kennen, rettet sie sich an heißen Tagen am liebsten mit dem Anblick und der Bearbeitung von Winterpullis. Der Tuen Sweater von Marianne Isager kommt da natürlich gerade recht.

Und ganz ehrlich: Man kann ja auch nie früh genug damit anfangen, sich stricktechnisch auf die kälteren Tage vorzubereiten. Vor allem dann nicht, wenn man den Sommer ohnehin nur als etwas zu lang geratenen Übergang von Frühling auf Herbst betrachtet.

Lumi Sweater I Marianne Isager

Falls ein Winterpulli im Hochsommer noch nicht reicht, legen wir mit dem Lumi Sweater von Marianne Isager direkt noch einen nach. Durch die breiten Streifen und die Kombination aus Mulberry Silk und Silk Mohair wirkt er trotz ordentlich Flausch erstaunlich leicht. Gestrickt wird er von oben nach unten, womit sich sowohl die Länge als auch die Ärmel ganz unkompliziert anpassen lassen.

Also eigentlich genau das richtige Projekt, um sich bei 30 Grad zumindest gedanklich schon einmal in kühlere Zeiten zu retten. Sabine würde vermutlich sagen: reine Vorbereitung. Wir würden sagen: sehr konsequente Sommerverweigerung.

Zum Abschluss haben wir noch ein richtiges Highlight für euch. Wir wissen, das behaupten wir nicht ganz selten, aber diesmal ist es wirklich und ganz ohne Übertreibung eines.

In unserer Schatzkammer, auch ganz unspektakulär Archiv genannt, haben wir nämlich noch ein allerletztes Exemplar von A Knitting Life von Isager gefunden. Warum das so besonders ist? Ganz einfach: Das Buch ist komplett ausverkauft und wird auch nicht mehr nachgedruckt.

Wir sind also ehrlich gesagt ziemlich gespannt, wer von euch schnell genug ist, dieses letzte Exemplar ergattert und den kleinen Schatz in Händen halten darf.

Das war’s nun auch schon wieder von uns. Wir hoffen, wir konnten euch mit diesem Beitrag davon überzeugen, dass Socken vielleicht manchmal ein kleines bisschen langweilig wirken, dafür aber wirklich treue und verlässliche Strickprojekte sind.

Und dass Winterpullis sehr wohl auch im Sommer ihre Berechtigung haben. Vor allem dann, wenn sie so toll sind wie jene von Marianne Isager.

Wir wünschen euch wie immer gutes Gelingen bei all euren kleinen und großen Strickprojekten und lesen uns in 14 Tagen mit neuen wolligen Neuigkeiten wieder.

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