Es gibt eine Form von Fürsorge, die uns erstaunlich leichtfällt. Lauwarmes Wasser, ein mildes Waschmittel und anschließend ausgiebig Ruhe. Für unseren handgestrickten Pullover bekommen wir das problemlos organisiert. Bei uns selbst scheitert es gelegentlich schon am Mittagessen im Sitzen.
Dabei passen Stricken und Selbstfürsorge eigentlich ziemlich gut zusammen. Zumindest dann, wenn wir uns zwischen zwei Reihen auch eine Pause gönnen und nicht noch schnell drei Weihnachtsgeschenke fertig bekommen müssen.
Aber eines nach dem anderen. Jetzt wird erst einmal der Pullover gewaschen. Wir wollen hier schließlich niemanden vernachlässigen.
Dafür lassen wir Wasser ein und kontrollieren die Temperatur. Nicht zu warm natürlich. Dazu kommt ein Wollwaschmittel, bei dessen Preis wir kurz schlucken. Dann erinnern wir uns an die Materialkosten des Pullovers und finden es eigentlich ganz vernünftig.
Wir selbst haben heute übrigens über der Spüle ein „Brot mit nix“ gegessen. Aber beim Pullover wollen wir jetzt wirklich nicht am falschen Ende sparen.
Der Pullover darf vorsichtig ins Wasser. Nicht reiben, nicht wringen. Die Fasern vertragen keinen unnötigen Stress. Wir übrigens auch nicht. Aber bei uns passt das organisatorisch gerade nicht so gut rein.
Nach dem gemütlichen Bad wird der Pullover in ein frisches Handtuch eingerollt und sanft ausgedrückt. Anschließend darf er liegen und rasten. Fern von der Heizung. Geschützt vor direkter Sonne. Wir stehen daneben und überlegen, ob wir in der Zwischenzeit noch schnell das Bad putzen könnten. Wir sind ja ohnehin schon im Raum. Diese Gelegenheit einfach verstreichen zu lassen, wäre wahrscheinlich bedenklich.
Bei Wolle verstehen wir sofort, dass zu viel Hitze, Druck und Reibung keine gute Idee sind. Niemand wringt einen Kaschmirpullover ordentlich aus und erklärt ihm dabei, dass andere Pullover das schließlich auch schaffen.
Er braucht eben seine Ruhe und Zeit. Und er muss sie sich auch nicht vorher durch ein geputztes Badezimmer verdienen.
Beim Stricken selbst sind wir ebenfalls erstaunlich verständnisvoll. Wenn der Faden ständig unter Spannung steht, wird das Ergebnis zu fest. Also lockern wir den Griff. Bei uns selbst erhöhen wir vorsichtshalber erst einmal den Kaffee. Irgendwo muss die Energie ja herkommen.
Und wenn ein Knäuel völlig verknotet ist? Dann ziehen wir möglichst nicht mit Gewalt an beiden Enden. Wir setzen uns hin und lösen eine Schlinge nach der anderen. Ein durchaus brauchbarer Ansatz für einen Dienstag, an dem schon vor neun alles zu viel ist. Stattdessen versuchen wir gern, fünf Dinge gleichzeitig zu erledigen. Vielleicht wird der Knoten ja aus Respekt von selbst aufgehen.
Selbst unsere angefangenen Projekte dürfen gelegentlich monatelang ohne jegliche Bewegung im Korb liegen. Niemand verlangt vom halben Cardigan, wenigstens nebenbei noch schnell die Steuerunterlagen zu sortieren.
Natürlich steckt in unseren Strickstücken einiges drin. Schönes Garn. Viele Stunden. Die kurze, aber intensive Auseinandersetzung mit der Anleitung. So etwas behandelt man halt einfach gut.
In uns stecken allerdings auch schon ein paar Jahre Arbeit. Und wir lassen uns deutlich schlechter neu stricken, wenn wir einmal völlig aus der Form geraten sind. Einen Ersatzknäuel mit genauer Pflegeanleitung gibt es leider auch nicht.
Vielleicht wäre es deshalb ganz vernünftig, etwas von dieser wolligen Fürsorge für uns abzuzweigen. Den Tee trinken, solange er warm ist. Das Brot auf einen Teller legen und vielleicht noch eine Scheibe Käse dazwischenlegen – eine dünne Scheibe, versteht sich, wir wollen es ja nicht übertreiben. Oder einfach eine Pause machen, bevor irgendwo der Faden reißt. Ausnahmsweise, ohne sie anschließend durch doppelte Geschwindigkeit auszugleichen.
Dafür müssen wir nicht gleich liegend auf einem Handtuch trocknen. Ein gemütlicher Sessel tut es auch. Die Wäsche kann warten. Sie ist schließlich mit dem Pullover verwandt und sollte Verständnis haben.
Damit ihr eure wohlverdiente Pause mit etwas Schönem auf den Nadeln verbringen könnt, haben wir natürlich wieder Strickinspiration für euch gesammelt. Sucht euch also schon einmal einen gemütlichen Platz. Das schmutzige Bad läuft erfahrungsgemäß nämlich nicht davon.
Lasst uns erst einmal mit den kleineren Projekten starten. Wir verstehen natürlich, dass nicht jede von euch sofort genug Zeit für ein komplettes Set aus Pulli und langer Hose freischaufeln kann. Aber so ein Tüchlein sollte schon drinnen sein. Wir wollen die neu gewonnene Fürsorge ja nicht gleich wieder vernachlässigen.
Sabine hat übrigens auch den Duo Scarf fertig gestrickt. Der ist jetzt bei uns im Shop zu bewundern. Und falls ihr noch einen Grund fürs Vorbeischauen braucht: Ein Besuch im Woll-Shop fällt selbstverständlich in die Kategorie „Self-Care“.
Wer neben der Auszeit beim Stricken noch ganz wild einen Ausflug in den Wald oder sogar einen City-Trip plant, für den hätten wir auch etwas Schönes. Nicht zu groß und aufwendig natürlich. Wir wollen uns schließlich erholen und keine Nordpol-Expedition starten.
Wir denken, inzwischen sollten wohl alle davon überzeugt sein, dass nicht nur unsere Wollstücke ihre wohlverdiente Auszeit brauchen, sondern auch wir. Oder? Super, dann können wir ja jetzt endlich mit den etwas größeren Strickprojekten starten. Wir nehmen das mit der Selbstfürsorge schließlich ernst.
Wir finden, das Thema Self-Care passt besonders gut in die bevorstehende Weihnachtszeit. Sich nicht zu sehr stressen zu lassen, klingt da nach einem vernünftigen Vorhaben. Die Termine häufen sich und die Einkaufsstraßen sind mindestens genauso voll wie unser Kopf auf der Suche nach den richtigen Weihnachtsgeschenken.
Genau hier kommt die Geschenkbox von ITO ins Spiel. Dieses Jahr verschenken wir den Schal nämlich einfach, bevor wir ihn gestrickt haben. In der schön zusammengestellten Box stecken fünf passende Knäuel und die gedruckte Strickanleitung. Wir sparen uns den vorweihnachtlichen Strickstress und verschenken gleich ein paar gemütliche Strickstunden mit. Ziemlich smart, oder?
Und wenn wir uns dieses Jahr doch noch ein bisschen vorweihnachtlichen Strickstress gönnen, dann wirklich nur für uns selbst. Das passende Weihnachts- oder Silvesteroutfit muss natürlich schon drin sein. Wir möchten uns schließlich nicht nur wohlfühlen, sondern dabei auch entsprechend gut aussehen.
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Sandnes Garn I Vesper Tee 2610-8 -
Sandnes Garn I Betsy Pants lang 2610-7 -
Sandnes Garn I Betsy Pants kurz 2610-7 -
Sandnes Garn I Nia Top 2610-6 -
Sandnes Garn I Vale Top 2610-5 -
Sandnes Garn I Belle Poncho 2610-4 -
Sandnes Garn I Rory Tee 2610-3 -
Sandnes Garn I Vea Rock lang 2610-2 -
Sandnes Garn I Vea Rock kurz 2610-2 -
Sandnes Garn I Isla Sweater 2610-1
Damit sind wir am Ende unseres Beitrags angekommen. Eine kleine Erinnerung haben wir aber noch: Wenn euch alles zu viel wird, denkt an eure Strickpullis. Denen gönnt ihr Ruhe, eine sanfte Behandlung und genügend Zeit, um wieder in Form zu kommen. So viel Fürsorge sollte für euch selbst auch drin sein. Dafür müsst ihr wirklich nicht aus Kaschmir sein.
Wir wünschen euch einen entspannten Start in den November und ganz viel Erfolg mit euren Strickprojekten. Bis in zwei Wochen, wenn wir wieder mit mehr wolligen News zurück sind. Die Lebensberatung gibt es bei uns inzwischen übrigens gratis zum Knäuel dazu.















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