Neujahrsvorsätze… ja, wir wissen schon. Eigentlich rollen wir innerlich die Augen, sobald das Wort fällt. Trotzdem denkt so ziemlich jeder von uns am Jahresanfang kurz darüber nach, ob man irgendetwas „besser“ machen sollte. Mehr Sport, weniger Zucker, früher schlafen… wir alle kennen diese 08/15-Vorsätze, die man schneller wieder vergisst als einem lieb ist. Deshalb, ganz ehrlich: Wenn wir uns schon Vorsätze überlegen, dann doch lieber welche, die auch wirklich zu unserem Alltag passen – also alle, die gerne stricken, sollten jetzt genau hinlesen.

Ganz vorne dabei:
Wir schlagen nicht jedes Wunsch-Projekt sofort an. Zumindest versuchen wir’s. Vielleicht, manchmal. Denn natürlich ist es herrlich, wenn uns ein Projekt oder ein Garn so begeistert, dass wir gleich loslegen wollen, aber irgendwann stehen da drei, vier, fünf Projektbeutel herum und schauen uns sehr vorwurfslos an.

Dann hätten wir noch:
Wir gehen netter mit unseren UFOs um. (UnFinished Objects – für alle, die so tun, als hätten sie keine.) Also den unfertigen Projekten, die irgendwo herumliegen. Statt einem schlechten Gewissen reicht vielleicht ein freundlicher Gedanke wie: „Du bist nur auf Erholungsurlaub.“ Manche Dinge brauchen eben einfach ein bisschen Pause – auch Strickstücke.

Sehr sinnvoll wäre auch:
Wir ärgern uns weniger über kleine Fehler. Eine leicht schiefe Masche? Ein Übergang, der nicht ganz glatt ist? Ja und? Handarbeit ist Handarbeit. Perfekt können Maschinen. Unsere Sachen dürfen einfach „echt“ sein.

Und weil’s wichtig ist:
Wir gönnen uns schöne Wolle, ganz ohne Rechtfertigung. Manchmal kaufen wir Garn einfach, weil es uns Freude macht. Das ist Grund genug.

Noch ein Vorsatz, der uns garantiert allen guttun würde:
Wir vergleichen uns weniger. Egal, ob jemand schneller strickt, schwierige Muster kann oder gefühlt jede Woche ein neues Teil fertig hat. Wir machen es in unserem Tempo. Und das ist genau richtig so.

Und vielleicht der wichtigste Punkt überhaupt:
Wir stricken, weil es uns guttut. Nicht, weil etwas fertig werden muss. Nicht, weil wir „produktiv“ sein müssen. Sondern weil es entspannt, beruhigt, guttut und uns einfach Freude macht.

Wenn wir also Neujahrsvorsätze brauchen, dann bitte nur solche, die keinen Stress machen. Weniger „Ich muss“, dafür viel mehr „Ich darf“. Und weil „Ich darf stricken“ ein ziemlich schöner Vorsatz ist, haben wir ein paar Projekte gesammelt, die unserer Meinung nach perfekt dazu passen.

Starten wir mit: Bag and Covers von Anne Ventzel

Bei diesem Projekte strickt man sich nicht nur eine richtig schöne Tasche, sondern wenn man mag auch gleich noch passende Hüllen für Handy & Tablet dazu. Sozusagen ein „rundum eingestricktes Leben“. Wir finden den Gedanken sehr sympathisch, dass sogar das Smartphone einen kleinen Wollmantel bekommt. Wenn uns schon kalt ist, dann ihm doch sicher auch.

Das Schöne daran: Das Projekt ist schlicht, stilvoll und hat diese beruhigende Strick-Wiederholungs-Magie. Man sitzt da, strickt Reihe für Reihe und plötzlich schaut das Ganze ziemlich professionell aus. Und obwohl es praktisch ist, fühlt es sich trotzdem nach Genuss-Projekt an. Kein Stress, keine komplizierten Verrenkungen – einfach gemütliches Stricken.

Nach den Taschen und Hüllen haben wir noch ein Projekt, das wunderbar in die ruhige Anfangszeit des Jahres passt: Sweater No. 32 von My Favorite Things Knitwear

Das ist so ein Pullover, der nicht „schau mich an!“ schreit, sondern einfach still und entspannt daherkommt. Zeitlos, schlicht, gemütlich – einer, den man wirklich trägt und nicht nur im Kasten bewundert. Genau deshalb passt er so gut zu unseren Neujahrsvorsätzen: kein Druck, kein Schnickschnack, sondern ein Projekt, das sich ganz entspannt nebenbei stricken lässt.

Ein weiteres schönes Projekt für das neue Jahr: Anni Vest von Helga Isager

Die Weste hat ein aufregendes Design, lässt sich aber trotzdem wunderbar vielseitig kombinieren. Das Modell wirkt modern und gleichzeitig klassisch, also genau so ein Teil, das man lange behält.

Und auch zu unseren Neujahrsvorsätzen passt sie gut: Gerade bei Projekten mit Farbverlauf passiert es ja schnell einmal, dass die Farben nicht exakt dort wechseln, wo wir es uns vorgestellt haben. Statt uns darüber zu ärgern, dürfen wir uns heuer vielleicht öfter denken: „Das gehört so und es macht mein Stück einzigartig.“ Die Anni Vest erinnert uns ein bisschen daran, gelassener zu bleiben und die kleinen Eigenheiten unserer Strickstücke einfach mitzunehmen.

Am Ende entsteht eine wunderschöne Weste mit ganz viel Persönlichkeit.

Dann gibt es da noch ein Projekt, das im neuen Jahr wirklich nicht fehlen darf: Fluffy Fleece Vest von Johanna Reus.

Westen in diesem Stil sieht man im Moment ja überall – in Schaufenstern, auf Instagram, im Alltag. Meistens sehen sie kuschelig aus, sind anfangs voluminös, bestehen aber leider fast immer zu 100% aus Polyester. Also Plastik zum Anziehen.

Genau deshalb kommt hier unser Vorsatz ins Spiel: Wir gönnen uns schöne Wolle – ganz ohne Rechtfertigung.

Denn warum sollten wir uns nicht selbst so eine Lieblingsweste stricken – aber eben aus richtig hochwertigen Naturfasern? Die Fluffy Fleece Vest wird aus Merino- und Alpakawolle gestrickt. Sie ist weich, warm, atmungsaktiv und fühlt sich einfach ganz anders an als ein schnelles Fast-Fashion-Teil. Man merkt sofort: Das ist etwas, das bleibt.

Ein weiteres Projekt, das sich wunderbar für den Jahresbeginn eignet, ist: Beanie No. 6 von My Favorite Things Knitwear. Die Haube hat ein modernes Design, das unglaublich stilvoll wirkt.

Sie ist eines dieser Accessoires, die man immer wieder gern zur Hand nimmt, egal ob für den täglichen Spaziergang, den Arbeitsweg oder einfach für gemütliche Tage draußen. Ein zeitloses Stück, das elegant, lässig und praktisch zugleich ist und auch ein perfekter Start in ein neues Strickjahr.

Zum Abschluss möchten wir euch allen natürlich noch einen wunderschönen Start ins neue Jahr wünschen. Am besten mit ein bisschen mehr Gelassenheit, einer Tasse Tee oder Kaffee in der Hand und einem Strickprojekt, das euch einfach Freude macht. Ohne Stress und ohne Perfektionsdrang.

Wir hoffen, unsere Ideen bringen ein bisschen Inspiration auf eure Nadeln und vielleicht findet ja das eine oder andere Projekt einen Platz in eurem Strickkorb. Und wenn zwischendurch etwas anders läuft als geplant: halb so wild.

Wir machen uns nun auf in ein neues kreatives Jahr und lesen uns in zwei Wochen wieder.

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